„Präsident Maduro will das Volk mundtot machen“ - Adveniat zum Treffen von Papst Franziskus mit venezolanischen Bischöfen

„Papst Franziskus hat sich gegenüber den venezolanischen Bischöfe besorgt über die humanitäre Krise gezeigt. Er ist bestürzt über den verbreiteten Hunger, das Fehlen von Medikamenten und die Flucht Zehntausender Venezolaner.“ Das berichtet der Venezuela-Referent des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Reiner Wilhelm, der von Teilnehmern des Treffens am Rande der Kolumbienreise von Papst Franziskus am Donnerstagabend, 7.Septmeber 2017 (Ortszeit), informiert wurde. „Der Papst hat den Bischöfen versichert, immer an ihrer Seite zu stehen, wenn sie das Volk, insbesondere die Armen begleiten und deren Rechte verteidigen.“ Neben dem stellvertretenden Vorsitzenden der Venezolanischen Bischofskonferenz, Mario del Valle Moronta Rodríguez, den Kardinälen Jorge Urosa Savino von Caracas und Baltazar Enrique Porras Cardozo von Merida nahmen auch Bischof José Luis Azuaje Ayala und Weihbischof Jésus González de Zárate Salas von Caracas an dem Treffen teil.

„Die Bischöfe haben Papst Franziskus über die Unrechtmäßigkeit der von Präsident Nicolas Maduro einberufenen Verfassungsgebenden Versammlung informiert, mit der das von der Opposition dominierte Parlament und damit die Demokratie ausgehebelt wurden. Außerdem werden Politiker verfolgt, Priester und Ordensleute bedroht und Medien geschlossen“, fasst der Adveniats Venezuela-Experte die Inhalte des Gesprächs zusammen. Von der Beschneidung der Pressefreiheit ist auch der vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat seit Jahren unterstützte Radiosender „Fe y Alegria“ (Glaube und Freude) betroffen. „Damit ist eine wesentliche unabhängige Informationsquelle für die Bevölkerung bedroht. Nachdem Maduro die Mehrheit im Parlament verloren hat, will er nun das Volk mundtot machen“, ist Adveniat-Experte Reiner Wilhelm überzeugt.

Verwandte News