So bastelst du einen indigenen Glücksbringer
oder Ojo de Dios 

„Ojos de Dios“ (dt. Augen Gottes) sind eine Tradition aus Mexiko. Zuerst gab es sie bei den Huichol, einem Volk von Indigenen, die von und mit der Natur leben. Nach der Geburt eines Kindes beginnt der Vater ein „Ojo de Dios“ zu basteln. Das wird über dem Bett aufgehängt, um das Kind zu schützen. In der Regel wickelt der Vater bis zum fünften Lebensjahr des Kindes das „Ojo de Dios“. Jedes Jahr kommt ein neuer Kreis in einer neuen Farbe hinzu. Jede Raute steht somit für ein Lebensjahr des Kindes, wie die Jahresringe bei Bäumen.

Später hat die christliche Bevölkerung das „Ojo de Dios“ übernommen. Anfangs stand es meistens auf dem Altar, heute wird es oft auf Märkten angeboten und zur Weihnachtszeit in den Weihnachtsbaum oder in das Fenster gehängt.

Stoffmuster von Ojo de dios

Ein Ojo de Dios, wie es in Lateinamerika gebastelt wird. Fotos: Adveniat/Mareille Landau

Was du dafür brauchst:

  • 2 gleich lange, flache Stöckchen (z. B. Schaschlikspieße)
  • Garn- oder Wollfäden in verschiedenen Farben
  • Schere
  • evtl. vier kleine Glöckchen

Und so geht es:

  • Die Hölzer in der Mitte als Kreuz zusammenkleben.
  • Der erste Wollfaden um das Kreuz legen und verknoten.
  • Dann den Wollfaden im Uhrzeigersinn um das erste Holz schlingen und zum nächsten Holz spannen, dort wiederum um das Holz schlingen und den Faden weiterführen, bis er endet.
  • Den nächsten Faden anknoten und weitermachen.
  • Den letzten Faden am Ende an einem Holz verknoten.
  • Noch eine kleine Schlaufe am „Auge Gottes“ anbringen, um es aufhängen zu können.