Noche de las velitas
Nacht der Kerzen in Kolumbien

In der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember feiern die Menschen in ‎Kolumbien die "Noche de las velitas". Überall im Land treffen sich die Familien und zünden im und um das Haus herum Kerzen und Lampions an. So versichern sie sich, dass Maria den Weg zu ihrem Haus findet und es segnen kann. Am 8. Dezember ist nämlich das Fest der unbefleckten Empfängnis, bei der die Heilige Jungfrau Maria geehrt wird.

Die Kolumbianer feiern den ganzen Dezember über die Geburt Christi voller Hoffnung und Glauben an den Frieden. Neun Tage vor Weihnachten, am 16. Dezember, beginnt die Novene, eine neuntägige Andacht. An diesem Tag sammeln die Familien in den Wäldern Moose für die Krippe, die zu Hause aufgebaut wird. Man denkt an die Herbergssuche von Maria und Josef und an den langen Weg, den beide bis Bethlehem zurücklegen mussten.

Damit die Menschen in Kolumbien noch viele helle und hoffnungsvolle Tage und Nächte erleben, setzt sich Adveniat gemeinsam mit seinen Partnern für benachteiligte Jugendliche ein. 

So können Sie sich für Jugendliche in Lateinamerika einsetzen:

Unterstützen Sie mit Ihrer Spende die Adveniat-Aktionspartner, die junge Menschen in Lateinamerika und der Karibik bei ihrer Entwicklung zu einem selbständigen und verantwortungsvollen Leben unterstützen.

Wie die Noche de las veliatas in Kolumbien abläuft, davon berichten José und Paco: 

"Hola – hallo! Wir sind José und Paco aus Kolumbien.
In der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember feiern wir im ganzen Land die „Noche de las velitas“, die Nacht der Kerzen. Wir zünden in unseren Häusern und auf den Straßen ganz viele Kerzen und Laternen an. Das hat mit dem Feiertag „Mariä Empfängnis“ am 8. Dezember zu tun, an dem Maria, die Mutter von Jesus, besonders verehrt wird. Maria ist bei uns in Lateinamerika sehr wichtig.

In dieser besonderen Nacht leuchten wir Maria den Weg, damit sie unsere Häuser findet und sie segnet. Wir sprechen Gebete oder Wünsche für andere Menschen aus, wenn wir die Kerzen anzünden. Zum Beispiel für unsere Familien oder Freunde, die wir gernhaben und denen es gerade nicht so gut geht. Anschließend essen wir gemeinsam mit allen Nachbarn. Jeder bringt etwas von zu Hause mit oder es wird zusammen gekocht. Wir dürfen ganz lange wachbleiben und auf der Straße spielen."


ÜberLeben in der Stadt

80 Prozent der Menschen in Lateinamerika und der Karibik leben bereits heute in den Städten. Und die Landflucht hält weiter an. Doch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft wird häufig enttäuscht. Das Leben der Indigenen, Kleinbauern und Klimaflüchtlinge am Stadtrand ist geprägt von Armut, Gewalt und fehlender Gesundheitsversorgung. Und wer arm ist, kann für seine Kinder keine gute Ausbildung bezahlen. Unter dem Motto „ÜberLeben in der Stadt“ rückt Adveniat mit seiner diesjährigen Weihnachtsaktion die Sorgen und Nöte der armen Stadtbevölkerung in den Blickpunkt.