Hilfsprojekt für kranke Kinder
in El Salvador

Milagro ist müde. Ihr Zimmer auf der Hospizstation des Kinderkrankenhauses sieht aus wie ein Glaskasten. Er schützt sie vor den Keimen der Außenwelt, die für sie lebensgefählrich sein können. Sie ist erschöpft. Drei Stunden lang war das Mädchen an ein Dialysegerät angeschlossen, das das Blut zur Reinigung aus ihrem Körper heraus und wieder zurück in die Adern pumpt. Täglich kämpft sie gegen das schleichende Organversagen. Wie lage noch, das weiß niemand.

Mit Liebe und Fürsorge kümmern sich die Schwestern der Pfarrei San Francisco in San Salvador um die totkranken Kinder und ihre Familien. Fotos: Pohl/Adveniat

Milagros Mutter María ist mit ihrer Tochter seit fünf Jahren zur Behandlung im staatlichen Benjamin-Bloom-Krankenhaus von San Salvador. Als sie damals mit ihrer schwer kranken Tochter in die Hauptstadt El Salvadors kam, kannte sie niemanden, hatte weder Geld noch Unterkunft. Sie wachte Tag und Nacht am Bett ihrer Tochter. Tagelang, ohne etwas zu essen, bis sie irgendwann vor Erschöpfung auf dem Flur des Krankenhauses einschlief. Viele liefen an ihr vorüber, Ärzte, Besucher. Doch eine blieb stehen, half ihr auf und nahm sich ihrer an.

Schwester Etelvina de la Paz kümmert sich mit vier weiteren Schwestern der Innenstadt-Pfarrei San Francisco um diese einsamen Mütter und ihre todkranken Kinder, die aus dem ganzen Land nach San Salvador kommen. Denn das Benjamin-Bloom-Krankenhaus ist das einzige städtische Gesundheitszentrum, das auf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert ist, sodass Familien sogar aus den Nachbarländern wie Honduras, Nicaragua oder Guatemala anreisen.

für die Kinder im Hospiz.

Seit Schwester Etelvina María vom Krankenhausflur aufhalf, wohnt sie mit ihren Töchtern in der „Casa Madre de la Misericordia“ - dem Haus der Mutter der Barmherzigkeit. Die Herberge der Schwestern, die von Adveniat unterstützt wird, ist 600 Meter vom Krankenhaus entfernt. Hier bekommen die Familien warmes Essen, einen Platz zum Schlafen, die Möglichkeit, ihre Kleider zu waschen, sich zu baden und vor allem ein liebevolles Zuhause, in dem sie Kraft schöpfen können.

Im Schnitt kümmern sich die Schwestern um 20 Frauen mit ihren Kindern. Die leiden an unterschiedlichen, zumeist tödlichen Krankheiten wie Krebs, Nierenversagen, schweren Missbildungen oder Leukämie. Die Kinder verbringen häufig mehrere Jahre mit ihren Müttern bei den Schwestern, wenn sie nicht gerade zur Behandlung im Krankenhaus bleiben müssen. So werden Geburtstage, aber auch wichtige religiöse Feste wie Taufe und Erstkommunion gefeiert.

Im Angesicht der Tatsache, dass die Kinder den nächsten Geburtstag vielleicht nicht mehr erleben werden, sind das besonders emotionale Momente, die die Schwestern mit viel Liebe füllen. „Wir versuchen zu erfüllen, was Papst Franziskus sagt: in der Person der Armen den Leib Christi berühren.“

„Auch die Schwestern sind arm. Es ist wundervoll zu sehen, dass sie so glücklich sind, so großzügig und integer. In Menschen wie ihnen spürt man das gelebte Evangelium.“

Monsignore Gregorio Rosa Chávez, Kardinal und Weihbischof von San Salvador

Im letzten Jahr haben die Schwestern 18 Jungen und 13 Mädchen bis zu ihrem Lebensende begleitet. Vom ersten Moment an im Krankenhaus bis zu ihrem Tod. „Wir versuchen ihnen die ganze Zeit über ein Zuhause zu geben, in dem sie das Gefühl haben, geliebt und geachtet zu werden.“

Jeder Beitrag, den Sie mit Ihrer Spende leisten, sorgt dafür, dass sich die Armen und Kranken auch in Zukunft auf ihre liebevolle und tatkräftige Hilfe verlassen können. Helfen Sie mit!

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Carmen Martínez
Telefon 0201 1756-209
E-Mail:
carmen.martinez(at)adveniat(dot)de