Frieden jetzt!
Versöhnungsarbeit in Kolumbien

Adveniat steht seit Jahren an der Seite der Nationalen Versöhnungskommission Kolumbiens – auch in Zeiten, als viele angesichts von mehr als 50 Jahren Krieg und Gewalt bereits die Hoffnung auf Frieden aufgeben hatten.

Das Friedens-Denkmal „ Schwerter zu Pflugscharen“ des Bildhauers Rodrigo Arenas Betancur.
Das Friedens-Denkmal „ Schwerter zu Pflugscharen“ des Bildhauers Rodrigo Arenas Betancur. Foto: Adveniat/Jürgen Escher

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt mit seiner Kampagne "Frieden jetzt!" die Versöhnungsarbeit der kolumbianische Kirche. In vielen regionalen Friedensinitiativen werden über die gesellschaftlichen Gräben hinweg friedliche Konfliktlösungsstragien vor Ort entwickelt und eingeübt.

„Kolumbien ist auf seinem langen Weg zum Frieden noch nicht am Ziel angekommen. Mit der Ratifizierung des Friedensabkommens ist aber ein Meilenstein erreicht“, betont die Kolumbien-Referentin des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Monika Lauer Perez. Während des nun anstehenden Aufbaus eines friedlicheren Kolumbiens  seien vor allem viel Vertrauen und Versöhnungsbereitschaft erforderlich. „Bis alle Waffen abgegeben, die Rebellen politisch und gesellschaftlich integriert und die Wunden der insgesamt fast acht Millionen Opfer zumindest teilweise geschlossen sein werden, brauchen die Kolumbianer unsere Solidarität.“

Helfen mit einer Friedenspatenschaft

Übernehmen Sie eine Friedenspatenschaft und helfen Sie den Menschen, die seit Jahrzehnten unter Gewalt und Angst leiden. Mit einer regelmäßigen Spende können Sie die Adveniat-Friedensprojekte in Lateinamerika langfristig sichern. Melden Sie sich bei uns! 

„Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat wird mit seiner Kampagne ‚Frieden jetzt!‘ die kolumbianische Kirche weiter tatkräftig unterstützen. Zudem stehen wir an der Seite derer, die in den vielen regionalen Friedensinitiativen über die gesellschaftlichen Gräben hinweg friedliche Konfliktlösungsstragien vor Ort entwickeln und einüben – eine Herkulesaufgabe in einer Gesellschaft, in der jahrzehntelang Krieg und Gewalt zum Alltag gehörten“, so Monika Lauer Perez.

Deshalb steht Adveniat langfristig an der Seite seiner Friedenspartner vor Ort.

Kolumbiens langer Weg zum Frieden

Soldaten und Rebellen gehören zum Stadtbild in Kolumbien

Welche internationale Bedeutung der kolumbianische Friedensschluss zwischen Regierung der größten Rebellengruppe des Landes hat, hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an Präsident Juan Manuel Santos am 10. Dezember 2016 in Oslo gezeigt. Für Kolumbien ist die Erfolgsmeldung vom unterschriebenen Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und den „Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia“ (Farc), den „Revolutionären Streitkräften Kolumbiens“, der größten Rebellenbewegung des Landes, ein Hoffnungszeichen. Doch der Aufbau eines friedlichen Kolumbiens hat erst begonnen... 

Adveniats Friedens-Partner in Kolumbien

Die Adveniat-Projektpartnerin Ulrike Purrer im kolumbianischen Tumaco.

Adveniat fördert in Kolumbien Bildungs- und Menschenrechtsprojekte. Die Partnerinnen und Partnern vor Ort wissen, welche Hilfe nötig ist. Die Theologin Ulrike Purrer Guardado (Bild rechts) leitet die diözesane Jugendarbeit in Tumaco. Padre Rafael Martín Castillo arbeitet mit Flüchtlingen in Cartagena ihre Trauma auf. Bischof Omar Alberto Sánchez entwickelt mit der Landbevölkerung seiner Diözese Tibú landwirtschaftliche Alternativen zum Koka-Anbau. Pater Darío Echeverri, Generalsekretär der Nationalen Versöhnungskommission, hat die Verhandlungen zwischen der Regierung und der Farc-Guerilla begleitet. Mehr zu unseren Friedens-Partnern

„Angesichts der vielen Wunden und Narben, die Krieg und Gewalt in den Menschen hinterlassen haben, ist es beeindruckend, dass es zu einem Friedensabkommen zwischen Regierung und Farc gekommen ist. Damit ein Kolumbien des Friedens entstehen kann, braucht es noch viel Kraft, Geduld und Versöhnungsbereitschaft. Dabei kommt es auch auf unseren langen Atem an. Deshalb stehen wir vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat weiter solidarisch an der Seite der Kolumbianer, indem wir für ihre Sorgen und Nöte ein offenes Ohr haben, ihre Projekte finanziell unterstützen und ihre Anliegen weitertragen."

Monika Lauer Perez, Adveniat-Kolumbienreferentin